Die Aufsichtskommission über die Anwältinnen und Anwälte besteht aus je sieben Mitgliedern und Ersatzmitgliedern. Eine juristische Sekretärin oder ein juristischer Sekretär des Obergerichts führt die juristische Kanzlei. An den Entscheiden der Aufsichtskommission wirken, unter Vorbehalt abweichender Vorschriften, drei vom Obergericht und zwei von der Anwaltschaft gewählte Mitglieder mit.

Die Aufsichtskommission beaufsichtigt Personen, die im Kanton den Anwaltsberuf ausüben. Sie ist insbesondere dafür zuständig, das Anwaltspatent zu entziehen, ein Anwaltsregister, eine öffentliche Liste gemäss Art. 28 BGFA und ein Anwaltsverzeichnis zu führen. Zudem führt sie Disziplinarverfahren durch, trifft Entscheide über die Entbindung vom Berufsgeheimnis und begutachtet Gesuche um Wiedererteilung des Anwaltspatentes.

Verordnung des Obergerichts über die Aufsichtskommission über die Anwältinnen und Anwälte

 

 

Die Aufsichtskommission ist täglich von 8.00 bis 11.45 Uhr erreichbar unter der Telefonnummer 044 257 92 21.

 

Bitte beachten Sie, dass die Sitzungen der Aufsichtskommission in der Regel einmal monatlich stattfinden und sich Beschlüsse (mit Ausnahme von vorsorglichen bzw. dringlichen Geschäften) dementsprechend verzögern können.

 

Im Jahr 2018 sind folgende Sitzungstermine angesetzt: 1.2., 1.3., 12.4., 3.5., 7.6., 5.7., 6.9., 4.10., 1.11., 6.12. 

 

Aktueller Hinweis für Eintragungsgesuche von interdisziplinären Anwaltskörperschaften

 

Das Bundesgericht hat am 16. Februar 2018 die Entscheidbegründung zu seinem kürzlich ergangenen Urteil vom 15. Dezember 2017 (2C_1054/2016, 2C_1059/2016) über die Zulässigkeit einer interdisziplinären Anwaltskörperschaft veröffentlicht.


Die Aufsichtskommission hat an der Sitzung vom 3. Mai 2018 über ein Gesuch von Anwältinnen und Anwälten entschieden, die eine Eintragung als Angestellte einer Anwaltskörperschaft im Register beantragten. Die Aufsichtskommission hat sich mit den Argumenten des aktuellen Bundesgerichtsentscheides auseinandergesetzt und sieht im konkreten Fall keine Veranlassung, von ihrer bisherigen in ZR 105 (2006) Nr. 71 publizierten Praxis abzuweichen (KF180048, noch nicht rechtskräftig).